Weblog von Denkmalinitiative

Gedenkveranstaltung: Gustav Landauer zum 100. Todestag (Berlin)

Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte ● Greifswalder Str. 4 ● 10405 Berlin - Prenzlauer Berg

Zentrale Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestag der brutalen Ermordung Gustav Landauers durch Freicorps, veranstaltet von der Gustav Landauer Denkmaliniative gemeinsam mit der Bibliothek der Freien. Der Abend wird eingeleitet mit einer szenischen Lesung. Danach wird es in kurzen Beiträgen um die Revolution in Bayern und ihre Niederwerfung, um Landauer als Revolutionär und um das Unabgegoltene in seinem Denken gehen.
Riccardo Altieri (forscht zu Paul Frölich), Dr. Barbara Kuon (Philosophin), Anatole Lucet (Philosoph) und Jan Rolletschek sprechen über Landauers Stellung in der Revolution.

Aufführung: „Die Trommel passt sich zornig an. Zum 100. Todestag von Gustav Landauer“ (München)

Landauer-Denkmal ● Waldfriedhof ● Fürstenrieder Str. 288 ● 81377 München ● (bei Regen in der Sendlinger Kulturschmiede)

Erst spät wurde Gustav Landauer sich seines Judentums tiefgehend bewusst. Seinen menschheitlichen Beruf sah er in der Erinnerung an die Perspektive einer vielfältigen Einheit ohne Staat. Als Siegfried Lehmann 1916 das „jüdische Volksheim“ in der heutigen Max-Beer-Straße 5 eröffnete, hielt Landauer die Eröffnungsrede und gehörte zu den Förderern dieses einmaligen Projekts, das praktische Sozialarbeit mit der Pflege jüdischer Traditionen verband.

Sebastian Kunze (forscht zu Landauer) und Beate Lehmann (forscht zum Volksheim) geben eine Einführung in die Geschichte des Jüdischen Volksheims und erläutern Landauers Konzeption einer inwendigen „Nachbargenossenschaft“, die nationalstaatliche Trennungen unterläuft.

Filmpräsentation: Pueblo en Armas (Berlin)

Lichtblick-Kino ● Kastanienallee 77 ● 10435 Berlin

Während der Revolution in Spanien drehten Mitglieder der anarchosyndikalistischen CNT/FAI einen Propagandafilm. Der Film zeigt dennoch in sehr eindrucksvoller Weise die Erfolge der Kollektivierungen und  die sonstigen Errungenschaften der sozialen Revolution, die wenig später in einem Zweifrontenkrieg mit Moskau-treuen Kommunisten und den faschistischen Truppen Francos vernichtet wurden.

Stadtrundgang: Auf den Spuren Gustav Landauers (Berlin)

Treffpunkt: vor dem Antiquariat Müßiggang ● Oranienstr. 14a ● 10999 Berlin - Kreuzberg

Zwischen 1909 und 1915 veröffentlichte Gustav Landauer zahlreiche neue Ansätze, die als Brücke zwischen historischem Anarchismus und heutigen Konzepten für ein freies Leben und eine neue Gesellschaft gelten. Wir besuchen die historischen Orte seines Wirkens in Kreuzberg, geben eine kurze Einführung in sein Denken und berichten von den Aktionen des "Sozialistischen Bundes".

Vortrag: Gustav Landauer und die Münchner Räterepublik (Berlin)

Friedrichshain-Kreuzberg Museum ● Adalbertstr. 95a ● 10999 Berlin - Kreuzberg

Durch seine führende Rolle in der Münchner Räterepublik war Gustav Landauer zur Zielscheibe reaktionärer Hetze geworden und wurde am 2. Mai 1919 von rechtsgerichteten Soldaten bestialisch ermordet. Noch heute wird die 1. Räterepublik, in der Landauer neben Erich Mühsam und Ernst Toller wirkte, als „Scheinräterepublik“ denunziert.

Dr. Peter Seyferth, Publizist und Kenner der Münchner Räterepublik, erläutert die „kurze Woche der Anarchie“, die bereits am 13. April durch einen rechtsgerichteten Putsch und die anschließende Machtübernahme der KPD endete.

Vortrag: Gustav Landauer und die Anfänge der Reformpädagogik (Berlin)

Friedrichshain-Kreuzberg Museum ● Adalbertstr. 95a ● 10999 Berlin - Kreuzberg

Die Erschießung des Reformpädagogen Francisco Ferrer 1909 in Barcelona führte zu weltweiten Proteststürmen gegen den Justizmord. In Berlin riefen Liberale, Sozialdemokraten und Anarchisten zu großen Kundgebungen auf, die tausende Besucher verzeichneten. Gustav Landauer lotete gemeinsam mit namhaften Pädagogen die Gründung von Ferrer-Schulen in Deutschland aus. Aber erst in der Weimarer Republik konnten die ersten Projekte verwirklicht werden.

Prof. Dr. Ulrich Klemm und Dr. Maurice Schuhmann erinnern an den Beginn der Reformpädagogik in Deutschland und die folgenden Entwicklungen.

Stadtrundgang: Auf den Spuren Gustav Landauers

Treffpunkt: vor dem Antiquariat Müßiggang ● Oranienstr. 14a ● 10999 Berlin - Kreuzberg

Zwischen 1909 und 1915 veröffentlichte Gustav Landauer zahlreiche neue Ansätze, die als Brücke zwischen historischem Anarchismus und heutigen Konzepten für ein freies Leben und eine neue Gesellschaft gelten. Wir besuchen die historischen Orte seines Wirkens in Kreuzberg, geben eine kurze Einführung in sein Denken und berichten von den Aktionen des "Sozialistischen Bundes".

Vortrag: Gustav Landauer in seinen Briefen aus Krieg und Revolution

Friedrichshain-Kreuzberg Museum ● Adalbertstr. 95a ● 10999 Berlin - Kreuzberg

Während des Ersten Weltkrieges, unter den Bedingungen der Zensur, verzichtet Landauer auf öffentliche politische Äußerungen. Doch in zahlreichen Korrespondenzen wird sein Umgang mit der Situation reflektiert. Bei Ausbruch der Revolution im November 1918 ruft ihn der Freund Kurt Eisner nach München. Von hier aus und aus der schwäbischen Provinz richtet er einfühlsame Briefe an die Töchter und korrespondiert mit Margarete Susman, Julie Wolfthorn, Fritz Mauthner und vielen anderen über die Revolution und die Probleme einer bewegten Zeit.

Dr. Hanna Delf von Wolzogen, Herausgeberin des Briefwechsels von Landauer und Fritz Mauthner sowie der kritischen Briefedition Gustav Landauers, stellt Landauer in seinen späten Briefen und als Briefeschreiber vor.

Stadtrundgang: Auf den Spuren Gustav Landauers

Treffpunkt: vor dem Antiquariat Müßiggang ● Oranienstr. 14a ● 10999 Berlin - Kreuzberg

Zwischen 1909 und 1915 veröffentlichte Gustav Landauer zahlreiche neue Ansätze, die als Brücke zwischen historischem Anarchismus und heutigen Konzepten für ein freies Leben und eine neue Gesellschaft gelten. Wir besuchen die historischen Orte seines Wirkens in Kreuzberg, geben eine kurze Einführung in sein Denken und berichten von den Aktionen des "Sozialistischen Bundes".

Vortrag von Maurice Schuhmann: Spuren der Stirner- und Nietzsche-Rezeption im Werke von Ret Marut / B. Traven (Berlin)

Bibliothek der Freien ● Greifswalder Straße 4 ● 10405 Berlin

„Wenn das Werk spricht, hat der Autor zu schweigen“ heißt es sinngemäß im Werke Friedrich Nietzsches. Wie kaum ein anderer Schriftsteller hat der Anarchist und Bestsellerautor B. Traven („Der Schatz der Sierra Madre“, „Das Totenschiff“), der am 26. März 1969 in Mexiko verstarb, versucht das Postulat umzusetzen. Bei ihm trat der Autor hinter das Werk zurück - und damit machte er sich gleichzeitig so spannend für die literarische Öffentlichkeit, so dass es eine regelrechte Jagd auf das Phantom B. Trafen gab.

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