Berthold Cahn, ein Leben für den Anarchismus

Berthold Cahn, ein Leben für den Anarchismus

Broschüre, 44 Seiten, 1. Auflage September 2018

Berthold Cahn war zwischen 1910 und 1933 einer der wichtigsten Versammlungsredner der deutschen anarchistischen Bewegung. Cahn wurde 1871 in Langenlonsheim geboren und arbeitete als Lagerarbeiter und Hausdiener. 1904 trat er der anarchistischen Bewegung bei und hielt seit 1908 unermüdliche Referate bei Volksversammlungen, Gruppentreffen und anarcho-syndkalistischen Gewerkschaftsgruppen der FAUD. Sein Themenspektrum war äußerst umfangreich: Antimilitarismus, Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Eintreten für politisch Verfolgte, gegen Rassismus und Antisemtismus, für freie Erziehung, gegen Ausbeutung und für eine umfassende gesellschaftliche Erneuerung. Wegen seines Engagements wurde er während des Ersten Weltkriegs unter entsetzlichen Bedingungen 21 Monate in "Schutzhaft" interniert. Als zeitweiliger Herausgeber und Autor publizierte er vor allem im "Freien Arbeiter" ca. 50 namentliche gekennzeichnete Beiträge und zehn bemerkenswerte Gedichte. Am 28. Mai 1942 wurde Cahn im Konzentrationslager Oranienburg erschossen, nachdem die jüdische Widerstandsgruppe Baum einen Brandanschlag auf die NS-Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies" verübt hatte.

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