Weblog von Denkmalinitiative

Veranstaltung: »Unser Wille zur Macht werde Protest gegen alle Formen der Unterdrückung ...« - Zur Rezeption von Friedrich Nietzsche im Anarchismus (Berlin)

Ort: Bibliothek der Freien ● Greifswalder Str. 4 ● 10405 Berlin ● 19:00 Uhr

Als der libertäre Arzt Fritz Brupbacher (1874-1945) den im Titel genannten Aufruf 1943 formulierte, war es bereits zu spät. Totalitäre Herrschaftsformen hatten sich um seine schweizerische Heimat herum etabliert. Bedrückt von diesem Zustand verfasste Brupbacher Dutzende Aphorismen, in denen er versuchte, psychologische Mechanismen zu beschreiben, mit denen Menschen in Zukunft dem Autoritarismus widerstehen könnten. Dabei berief er sich auch auf den Gedanken vom "Willen zur Macht" aus der Philosophie Nietzsches, ebenso wie es vor ihm viele andere Anarchistinnen und Anarchisten aus Brupbachers Generation getan hatten.

Stadtrundgang: Der schwarz-rote Wedding bis 1933 (Berlin)

Montag, 17.04.2017, 15:00 bis 17:30 Uhr
Treffpunkt: U-Bahnausgang Ecke Badstraße/Behmstraße vor dem Eingang zum Gesundbrunnen-Center am S-Bhf. Gesundbrunnen

Der Wedding gilt als traditionelle Hochburgen der Sozialdemokratie und später der KPD. Kaum bekannt ist jedoch, dass sich im Wedding schon früh anarchistische Gruppen bildeten und die dortige „Nordgruppe“ einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Anarchistischen Föderation nahm, eine kontinuierliche Bildungsarbeit betrieb und zahlreiche Versammlungen durchführte.

Workshop: Zur Aktualität von Gustav Landauer (Meiningen)

Ort: Bakuninhütte ● 98617 Meiningen ● 10:00 - 17:00 Uhr

Derzeit wird das Gesamtwerk von Gustav Landauer (1870-1919) neu entdeckt - von der Wissenschaft bis hin zu Bewegungsgruppen („unsichtbares Komitee“). Seine zahlreichen Beiträge zur politischen Philosophie werden heute als Begründung eines „kulturellen Anarchismus“ verstanden, die als Brücke zwischen „klassischem und postmodernem Anarchismus“ dienen können. Für ihn galt es, die Beziehung der Menschen untereinander grundlegend zu ändern und mit der Verwirklichung der Utopie durch konkretes Handeln zu beginnen. Viele selbstbestimmte Projekte folgen diesen Gedanken, ohne Landauer zu kennen, da dessen Schriften infolge der nationalsozialistischen Herrschaft lange Zeit nicht zugänglich waren. In diesem Seminar wird das Leben und Wirken Landauers kurz vorgestellt und anhand von Texten aus seinem Gesamtwerk Möglichkeiten und Chancen diskutiert, die es zu nutzen gilt, um die als "alternativlos" bezeichnete heutige Gesellschaft zu überwinden.

Veranstaltung: Die Räterepublik, Gustav Landauer und die Münchner CSU. Ein historischer und geschichtspolitischer Streifzug (Berlin)

Ort: BAIZ Kultur- und Schankwirtschaft ● Schönhauser Allee 26a ● 10435 Berlin ● 20:00 Uhr

Wer glaubt, die Vergangenheit ruht, der irrt. Geschichte ist kein abgeschlossener Prozess, sondern wird quasi jeden Tag aufs Neue erschaffen. Im Handgemenge von Historiographie und Erinnerungspolitik ist der Kampf um die Geschichte dabei zugleich ein Kampf um Gegenwart und Zukunft.

Vortrag, Lesung und Diskussion mit Dr. Rudolf Stumberger
Rudolf Stumberger ist habilitierter Soziologe, Journalist und Autor. Er ist aktiv im Arbeitskreis Denkmäler des „Plenum R“, das sich mit Veranstaltungen zum 100. Jahrestag der Revolution in München befasst.

Veranstaltung: Auf den Spuren einer vergessenen politischen Bewegung - Die anarchistische Bewegung in der Luisenstadt (Berlin)

Ort: Nachbarschaftszentrum "dialog 101" ● Köpenicker Straße 101 ● 10179 Berlin-Mitte ● 19:00 - 20:30 Uhr

Die Geschichte der Luisenstadt ist untrennbar mit der Entwicklung der Arbeiterbewegung verbunden. Kaum bekannt ist, dass sich hier neben Sozialdemokraten und Gewerkschaftern kontinuierlich auch anarchistische Gruppen trafen und allein bis 1914 über 140 Saalveranstaltungen mit jeweils bis zu 1.000 Teilnehmern abhielten. In diesem Vortrag werden die Ergebnisse mehrjähriger Recherchen aus Archiven vorgestellt und Akteure und Treffpunkte mit historischen Fotos gezeigt. Die spannende Spurensuche belegt die Vielfalt der Strömungen und Gruppen, ihre Kampfmethoden und Wirkungen und stellt ihre Verbindungen zu den emanzipatorischen Bewegungen der Moderne vor.

Veranstaltung: Nicht mühsam - Geschichten und Gedichte aus anarchistischen Zeitungen bis 1933 (Berlin)

Ort: New Yorck im Bethanien: Anarchistisches Infocafé ● Mariannenplatz 2a ● 10997 Berlin-Kreuzberg ● 19:30 Uhr

Bis 1933 erschienen zahlreiche anarchistische Zeitungen, die neben politischen Texten auch Geschichten und Gedichte abdruckten. Von den Versen engagierter Arbeiter bis hin zu solchen namhafter Literaten finden sich darin heute weitgehend unbekannte Perlen. Kommt mit auf eine gar nicht mühsame Entdeckungsreise, denn der Erich ist diesmal nicht dabei.

Veranstaltung: Freiheit und innere Nötigung - Ein Vortrag über Spinoza im Anarchismus Gustav Landauers (Witten)

Ort: […] raum ● Wiesenstraße 25 ● 58452 Witten  19:00 - 21:00 Uhr

Der Philosoph Benedict de Spinoza (1632–1677) hat die Freiheit als das Vermögen definiert, frei von äußerem Zwang der eigenen Notwendigkeit gemäß zu handeln und zu existieren.

Der Anarchist Gustav Landauer (1870–1919) hat sich im Verlauf seines Lebens früh und immer wieder dem Werk Spinozas zugewandt. Sein eigenes Schreiben und seine gesamte Praxis sind hierdurch zutiefst geprägt.

Stadtrundgang: Der schwarz-rote Wedding bis 1933 (Berlin)

Sonnabend, 22.10.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr
Treffpunkt: U-Bahnausgang Ecke Badstraße/Behmstraße vor dem Eingang zum Gesundbrunnen-Center am S-Bhf. Gesundbrunnen

Der Wedding gilt als traditionelle Hochburgen der Sozialdemokratie und später der KPD. Kaum bekannt ist jedoch, dass sich im Wedding schon früh anarchistische Gruppen bildeten und die dortige „Nordgruppe“ einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Anarchistischen Föderation nahm, eine kontinuierliche Bildungsarbeit betrieb und zahlreiche Versammlungen durchführte.

Veranstaltung: Vorstellung Broschüre „Der Fürstenhof (Köpi) und die anarchistische Bewegung in der Luisenstadt/Kreuzberg bis 1933“ (Berlin)

In der ehemaligen Luisenstadt, deren nördlicher Teil heute zu Mitte gehört und deren Süden 1920 zu Kreuzberg kam, befanden sich zahlreiche bedeutende Versammlungsorte der Arbeiterbewegung, zu der sich auch die anarchistischen Gruppen zählten. Einer der letzten bestehenden Säle dient heute als Konzertraum der Köpi. Die Ergebnisse mehrjähriger Recherchen wurden bereits in zwei Stadtrundgängen erläutert und nun liegt eine Broschüre als Zusammenfassung vor, die mit einer Lesung aus vergessenen Geschichten vorgestellt wird.

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